PARTNER 

EOTO 

LEO half bei der Gründung einer Bibliothek für Schwarze Literatur und Medien des gemeinnützigen Vereins EOTO e.V. (eröffnet am 21.3.2014, am Tag gegen Rassismus) 

„Each One Teach One (EOTO) e.V. ist ein Schwarzes Bildungsprojekt in Berlin, das Literatur und andere Medien von Menschen afrikanischer Herkunft vorstellt und Wissen im intergenerationalen Dialog vermittelt.

Die Präsenzbibliothek von EOTO umfasst Literatur von Autor_innen des afrikanischen Kontinents und der Diaspora und dokumentiert Schwarze Geschichte und Gegenwart in und außerhalb Deutschlands.“


EOTO verwaltet die Vera Heyer Präsenzbibliothek.

LEOs Ziel der Kooperation mit EOTO e.V. war bei der Implementierung der Bibliothek zu helfen, um die Mediensammlung der Vera Heyer-Präsenzbibliothek für Schulen, Kitas und Menschen im Afrikanischen Viertel und anderen zugänglich zu machen, sowie als Ort zur Reflektion über Themen Afrikas, Kolonialismus sowie die heutige Situation von Schwarzen Menschen in Deutschland. Dabei soll die Perspektive der Schwarzen Menschen in besonderer Weise Raum bekommen. EOTO stellt Literatur von Afrikaner_ innen und Menschen afrikanischer Herkunft zur Verfügung.
Im Wege der Kooperation zwischen EOTO e.V. und LEO gab es Unterstützung von den Fachbibliotheken im Bezirk, so dass eine Mitarbeiterin des Vereins eine mehrmonatige Einweisung in die Bibliotheksarbeit erhielt, um einerseits ertüchtigt zu sein, die Arbeit für die Schwarzen Bibliotheken fachgerecht durchzuführen, und andererseits eine „Bücherkiste für Schulen“ zu erarbeiten und zusammenzustellen, und das Thema in die bezirklichen Bibliotheken zu tragen. 

SCHWARZE ÜBERNAHMEN EINE GANZE WOCHE LANG EINE SCHULE. 

MÖWENSEE-GRUNDSCHULE 

LEO und die Möwensee-Grundschule gestalteten im Sommer 2014 eine Projektwoche, in der der vollständige Unterricht komplett von Afrikanischen bzw. Schwarzen Pädagog_innen, Historiker_innen, Politikwissenschaftler_innen und Künstler_innen aus verschiedenen Bereichen übernommen wurde. Die Kinder nahmen das in der Geschichte der Bundesrepublik einmalige Projekt mit Begeisterung an und lernten viel über Afrika, Schwarze Menschen und das Afrikanische Viertel sowie darüber, woher Kakao und Schokolade kommt, und wie die Lebensbedingungen vor Ort sind.

 

Es wurden altersgerecht die wirtschaftlichen Verhältnisse erklärt. Aber auch Tänze, Gesänge, Trommel-Workshops, Theater, Siebdruck etc. wurden veranstaltet. So setzten LEO und die Möwensee-Grundschule ein klares Zeichen gegen Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus und für ein friedliches Zusammenleben im Kiez und in der Stadt. Mehrere Schulen zeigten Interesse an ähnlichen Projekten.

 

 

Die Schwarzen Referent_innen stellten Afrika, afrikanische Geschichte, Gesellschaft, Kultur und Geografie authentisch aus afrikanischer Perspektive dar. So konnten negative Afrikabilder korrigiert und Vorurteile abgebaut werden. Die Kinder lernten z.B. einiges über Kolonialismus oder ihr Viertel.


IN KOOPERATION MIT LEO

 AUSSTELLUNGEN 

VON DOUALA NACH BERLIN.  

Jugendliche aus Kamerun aus dem Stadtteil von Douala Bépanda, der einen ähnlichen sozialen Hintergrund wie Wedding hat, fotografierten die Vielfalt ihres Bezirks. Ausgestellt in der Volkshochschule Mitte, Antonstraße. In Kooperation mit der kamerunisch-deutschen Initiative Perspektivwechsel. 


FAMILIE DIECK. ZUM ALLTAG SCHWARZER MENSCHEN IN DER NS-ZEIT.

In Kooperation mit Joliba Center. In der Bibliothek im Luisenbad.

 

WORKSHOP ZUR ERSTELLUNG EINES RASSISMUSKRITISCHEN LEITFADENS.

Mit Experten aus ganz Deutschland. Im Rahmen des Projekts Image of Africa in Education.

 

FÜHRUNGEN 

LEO organisierte zahlreiche Führungen durch das Afrikanische Viertel zu verschiedenen Anlässen und für unterschiedliche Zielgruppen, u.a. für Kinder, Senioren, und im Rahmen des Tages des offenen Denkmals.

LEO GESTALTET MIT 

AFRIKA-SPIELPLATZ IM WEDDING

Bei der Planung eines Afrika-Spielplatzes in der Togostraße konnte LEO entscheidende künstlerische, vor allem fachliche Impulse für eine rassismusfreie Spielplatzgestaltung geben, die an einem positiven, nicht kolonial ausgeprägten Afrikabild ausgerichtet ist. Afrika als Kontinent, auf dem Menschen leben, nicht nur „Löwen, Elefanten und Giraffen“.

 

Wie alle üblichen Themen-Spielpätze zu Afrika scheinen glauben machen zu sollen. Alle von LEO recherchierten Afrika-Spielplätze waren eher einer kolonialen Safari-Perspektive verpflichtet. Ein positives Afrika(menschen)bild „jenseits von Affen-Schaukeln und Elefanten-Rutschen“ offeriert dagegen der Spielplatz Togostraße z.B. durch Ornamentik oder afrikanische Kinderspiele, und zeigt, dass es in Afrika nicht Natur, sondern auch menschliche Kultur gibt.