DER AUFTRAG

Der Ortsteil Wedding hat ein Afrikanisches Viertel, das größte seiner Art in Deutschland. Zwischen 1899 und 1958 wurden die Straßennamen in diesem Quartier im Geiste kolonialer Bestrebungen und Träume nach Orten und Ländern in Afrika benannt. Überdies tragen einige Straßen die Namen von Vertretern des deutschen Kolonialismus, was in den letzten Jahren eine kontroverse Debatte über das Für und Wider von Straßenumbenennungen ausgelöst hatte.

 

Die Bezirksverordnetenversammlung im Bezirk Mitte hatte daher 2011 einstimmig beschlossen, aus dem Afrikanischen Viertel einen Lern- und Erinnerungsort über die Geschichte des deutschen Kolonialismus, seiner Rezeptionsgeschichte sowie über den Unabhängigkeitskampf der afrikanischen Staaten werden zu lassen. Mit Mitteln aus dem Förderprogramm Aktionsraum Plus wurde in den Jahren 2013-2015 dieses Projekt unter Einbeziehung von Anwohnern, Schülern, Jugendlichen und verschiedenen Akteuren der Zivilgesellschaft gestaltet